Strauwaldts neue Goldparmäne



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Anpflanzung am 05. Mai 2003 von Bernadette Rauer-Lippert und Wolfgang Lippert
Die Strauwaldts neue Goldparmäne (in der Fachliteratur und im Handel meist schlicht als Strauwalds Parmäne oder Neue Goldparmäne bezeichnet) ist eine faszinierende und heute eher selten anzutreffende historische Winterapfelsorte. Sie besticht durch ihre charakteristische Berostung, eine edle orangerote Deckfarbe und ein besonders kräftiges, feines Gewürzaroma, das Kenner sehr zu schätzen wissen.
Herkunft & Geschichte
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Entstehung: Die Sorte wurde zu Beginn des 20. Jahrhunderts (um das Jahr 1905 bzw. im späten 19. Jahrhundert) von dem Gärtner Strauwald in Cosel (Oberschlesien) gezüchtet.
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Elternsorten: Es handelt sich um eine gezielte Kreuzung aus der berühmten klassischen Goldparmäne (oft auch als Wintergoldparmäne geführt) und der traditionsreichen englischen Sorte Parkers Pepping. Durch diese edle Verknüpfung erbte die neue Sorte die hervorragenden geschmacklichen Qualitäten ihrer Vorfahren.
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Verbreitung: Trotz ihres hervorragenden Geschmacks konnte sich die Sorte im industriellen Erwerbstanbau nie flächendeckend durchsetzen, weshalb sie heute vor allem als wertvolle historische Rarität in Liebhabergärten und auf ausgewählten Streuobstwiesen zu finden ist.
Baum & Wuchs
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Wuchsform: Der Baum zeigt einen für diese Sorte sehr typischen, steil pyramidalen Wuchs mit aufrechten Leitästen. Ein großer praktischer Vorteil für den Obstbau ist, dass diese Krone von Natur aus recht aufrecht strebt und im Vergleich zu anderen Sorten nur wenig aufwendige Schnittarbeit erfordert.
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Standort & Robustheit: Die Strauwaldts neue Goldparmäne gilt als mäßig stark wachsend und erweist sich als erstaunlich wenig anfällig für die gängigen Baumkrankheiten. Der Baum liebt tiefgründige, nasskalt-feuchte Böden und gedeiht unter solchen Bedingungen hervorragend selbst in raueren, höheren Lagen.
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Blüte & Ertrag: Die Blüte öffnet sich mittelfrüh. Der Baum liefert regelmäßige und gute Erträge, wobei er sich im Streuobstanbau als verlässlicher Partner erweist.
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die kleinen bis mittelgroßen, meist abgestumpft rundlichen Früchte sind ein echter Hingucker: Die Grundfarbe ist gelb, wird jedoch von einer kräftigen orangeroten Deckfarbe überzogen. Charakteristisch ist eine oft mehr oder weniger starke, edle bronzefarbene Berostung, die besonders zum Stiel hin auftritt.
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Geschmack: Das gelblich-weiße Fruchtfleisch ist fest, feinzelig und von dichter Textur. Geschmacklich bietet sie ein hervorragendes, sehr kräftiges und würziges Aroma, das den feinen Charakter einer echten Parmäne unverkennbar widerspiegelt.
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Reife & Lagerung: Als klassischer Winterapfel beginnt die Ernte im Oktober (meist von Mitte bis Ende Oktober). Frisch vom Baum ist sie noch nicht voll ausgereift – ihre eigentliche Genussreife entfaltet sich ab November bis in den März oder April hinein. Im kühlen Naturlager hält sie sich problemlos über fünf Monate, ohne an Qualität einzubüßen.
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Verwendung: Die Strauwaldts neue Goldparmäne ist in erster Linie ein ausgezeichneter und exklusiver Tafelapfel für den frischen Frischeverzehr im tiefen Winter. Durch ihr festes, aromatisches Fleisch eignet sie sich aber auch gut für die feine häusliche Küche.