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Adams Apfel

     

Unterlage: Bittenfelder Sämling
Virusprüfung: 10 / 090
Lieferant: Baumgartner, Pfarrkirchen
Stammbildner: Maunzenapfel

Anpflanzung am 09. November 1996 von Bürgermeister Josef Walz

Nachpflanzung am 08. November 2003

 

Der Adamsapfel (oft auch als Roter Adams Apfel, Ostpreußischer Adamsapfel oder seltener als White Paradise bekannt) ist eine alte und regional sehr bewährte Apfelsorte aus Norddeutschland. Er gilt als hervorragender Tafel- und Wirtschaftsapfel, der sich dank seiner langen Haltbarkeit und Robustheit früher wie heute einer großen Beliebtheit in naturnahen Gärten und auf Streuobstwiesen erfreut.

Herkunft & Geschichte

  • Die genaue Entstehung der Sorte geht auf das Alte Land bei Hamburg zurück, eines der traditionsreichsten und größten zusammenhängenden Obstanbaugebiete Mitteleuropas. Urkundlich erwähnt wird der Adamsapfel dort bereits seit etwa 1840.

  • Aufgrund seiner hervorragenden Lagerfähigkeit und der tollen Verarbeitungseigenschaften erlangte er schnell eine weite Verbreitung im gesamten norddeutschen Raum und darüber hinaus, wie die zahlreichen Synonyme (beispielsweise Ostpreußischer Adamsapfel) noch heute eindrucksvoll belegen.

Baum & Wuchs

  • Der Baum zeichnet sich durch einen eher mittelstarken Wuchs aus. Er bildet mit den Jahren eine kompakte, buschige Kugelkrone mit dicken, eher kürzeren Trieben. Durch diesen etwas moderateren Wuchs passt er nicht nur auf weitläufige Streuobstwiesen, sondern lässt sich auch gut im Hausgarten integrieren.

  • An den Standort stellt der Herzwurzler klare, aber gut erfüllbare Bedingungen: Er bevorzugt sonnige bis halbschattige, eher etwas geschützte Lagen. Der Boden sollte ausreichend feucht sein, neigt er jedoch zu Staunässe, reagiert der Baum empfindlich. Die Schnittverträglichkeit ist sehr gut, ein regelmäßiger Erhaltungsschnitt wird empfohlen.

  • Die Blüte ist attraktiv und der Baum gilt als verlässlicher Träger. Gute Befruchtersorten in der direkten Umgebung, wie beispielsweise die Goldparmäne oder der Weiße Klarapfel, steigern die Ertragssicherheit merklich.

Frucht & Verwendung

  • Aussehen: Die mittelgroßen Früchte sind formlich leicht hochgebaut bis rundlich und weisen sanfte Rippen auf. Ein echtes optisches Highlight ist die verführerische, glänzend rote Färbung der Schale zur Zeit der Erntereife. Auffällig ist zudem die offene Kelchgrube, die von hellgrau befilzten Kelchblättern gesäumt wird.

  • Geschmack: Das locker aufgebaute, weißlich-gelbe und sehr saftige Fruchtfleisch schimmert direkt unter der roten Schale oftmals zart rötlich. Geschmacklich besticht der Adamsapfel durch ein harmonisches, süß-weinig betontes Zucker-Säure-Verhältnis, das ihm eine angenehm würzige Note verleiht.

  • Reife & Lagerung: Als waschechter Winterapfel erfolgt die Ernte meist zwischen Ende September und November. Die Früchte benötigen dann eine mehrwöchige Nachreife im Keller: Ihre optimale Genussreife erreichen sie erst ab Dezember und lassen sich völlig problemlos bis in den März des Folgejahres lagern.

  • Verwendung: Der Adamsapfel ist ein exzellenter Tafelapfel für den frischen Verzehr im späten Winter, macht aber durch sein festes Fleisch und die weinige Würze auch beim Backen und Kochen eine sehr gute Figur. Ein besonderer Vorteil: Diese alte Sorte gilt als hervorragend verträglich für Menschen mit Apfelallergie.

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