Gute von Avranches



| Unterlage: | Kirchensaller Mostbirne |
| Virusprüfung: | 10 / 090 |
| Lieferant: | Baumgartner, Pfarrkirchen |
| Stammbildner: | Augustbirne |
Anpflanzung am 09. November 1996 von Jeffrey Spiegler
Übernahme am 25. Januar 2005 durch Hermann Spiegler
Die Gute von Avranches (weltweit und in der Fachliteratur vor allem als Gute Luise von Avranches, im französischen Original als Bonne Louise d'Avranches oder historisch als Bonne de Longueval bekannt) ist eine der bekanntesten, traditionsreichsten und weltweit geschätztesten Herbstbirnensorten. Sie zeichnet sich durch feines, zart schmelzendes Fruchtfleisch und ein wunderbar harmonisches, süß-säuerliches Aroma aus.
Herkunft & Geschichte
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Entdeckung: Die Sorte wurde im Jahr 1778 von Monsieur de Longueval als wertvoller Zufallssämling in Avranches in der Normandie (Frankreich) entdeckt und zunächst nach ihm benannt (Bonne de Longueval).
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Namensgebung & Verbreitung: Später wurde sie zu Ehren seiner Frau Louise in Bonne Louise d'Avranches (Gute Luise von Avranches) umbenannt. Sie trat einen beispiellosen Siegeszug durch ganz Europa an und gehörte im 19. und 20. Jahrhundert zu den absoluten Standard- und Marktsorten im europäischen Birnenanbau.
Baum & Wuchs
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Wuchsform: Der Baum wächst in der Jugend mittelstark bis stark und bildet eine aufrechte, breitpyramidale und gut verzweigte Krone aus, die sich hervorragend für verschiedenste Erziehungsformen und Astansätze eignet.
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Standort & Robustheit: Die Gute Luise stellt moderate Ansprüche an den Boden, bevorzugt jedoch nährstoffreiche, tiefgründige Standorte mit ausreichender Feuchtigkeit. Sie zeigt eine gute Winterhärte, reagiert jedoch in sehr feuchten Lagen oder bei ungeeigneten Bodenverhältnissen anfällig für Schorf.
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Blüte & Ertrag: Die mittelfrühe Blüte setzt schon bei jungen Bäumen ein und liefert sehr früh einsetzende, hohe und regelmäßige Erträge. Als diploide Sorte ist sie ein exzellenter Pollenspender.
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die mittelgroßen bis großen Früchte besitzen eine klassische, gleichmäßig birnenförmige bis langbirnenförmige Gestalt. Die glatte, grünlich-gelbe Schale zeigt auf der Sonnenseite eine ansprechende bräunlich-rote bis orange Deckfarbe und zahlreiche feine rote Tupfen.
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Geschmack: Das weiß bis gelblich-weiße Fruchtfleisch ist zart schmelzend, äußerst saftig und entfaltet ein gehaltvolles, süßes und fein säuerliches Aroma mit einer edlen Gewürznote.
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Reife & Verwendung: Die Erntereife erstreckt sich von September bis Oktober. Sie ist eine exzellente Tafelbirne für den Frischverzehr direkt vom Baum oder aus dem Lager und eignet sich zudem wunderbar zum Verarbeiten und Dörren.