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Beyerapfel

Unterlage: Bittenfelder Sämling
Virusprüfung: 10 / 090
Lieferant: Baumgartner, Pfarrkirchen
Stammbildner: Maunzenapfel

Anpflanzung am 28. Oktober 1995 von Christoph Engelmayer

 


Der Beyerapfel ist eine extrem seltene und historisch sehr wertvolle, stark regional geprägte Apfelsorte aus dem bayerisch-schwäbischen Raum. Als echte Lokalsorte aus dem Landkreis Neu-Ulm ist er heute leider stark gefährdet, stellt aber ein wunderschönes Stück Heimatgeschichte für die regionalen Streuobstwiesen dar.

Herkunft & Geschichte

  • Die Sorte geht auf einen Sämling zurück, der von Benedikt Beyer direkt in Pfaffenhofen an der Roth entdeckt und benannt wurde.

  • Der Beyerapfel gehört zu den wenigen echten Regionalsorten, die fast exklusiv im Raum Bayerisch-Schwaben vorkommen. Durch den Rückgang historischer Streuobstbestände galt er lange als vom Aussterben bedroht und wird heute in Erhaltungsprojekten des Landkreises Neu-Ulm (zusammen mit Sorten wie dem Pfaffenhofer Schmelzling) wieder gezielt kartiert und gefördert.

Baum & Wuchs

  • Als alte Landsorte ist der Baum naturgemäß perfekt an die klimatischen Bedingungen und die Bodenverhältnisse in der Region Schwaben angepasst.

  • Er eignet sich hervorragend für den traditionellen, extensiven Streuobstanbau und gilt wegen seiner Anpassung an das Lokalklima als wertvoller Genpool, um Resistenzen gegen Krankheitserreger und Schädlinge zu bewahren.

Frucht & Verwendung

  • Aussehen: Die Früchte des Beyerapfels fallen in der Regel eher klein aus. Zur Reifezeit entwickelt die Schale eine ansprechende, leuchtend gelbe Färbung.

  • Geschmack: Frisch vom Baum ist der Apfel angenehm aromatisch, verliert aber im Laufe der Lagerung seine feste Struktur.

  • Reife & Lagerung: Es handelt sich um eine mittelfrühe Sorte, deren Fruchtreife bereits Anfang September beginnt. Für eine Einlagerung über den Winter ist der Beyerapfel absolut nicht geeignet, da das Fruchtfleisch nur eine sehr geringe Lagerfähigkeit aufweist und schnell mehlig wird.

  • Verwendung: Aufgrund seiner kurzen Haltbarkeit ist er ein klassischer Apfel für den sofortigen Genuss direkt vom Baum oder für die zügige Verarbeitung in der Küche nach der herbstlichen Ernte, etwa als frisches Apfelmus.

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