Signe Tillisch


| Unterlage: | Bittenfelder Sämling |
| Virusprüfung: | 10 / 090 |
| Lieferant: | Baumgartner, Pfarrkirchen |
| Stammbildner: | Maunzenapfel |
Anpflanzung am 28. Oktober 1995 von Franziska Endres
Nachpflanzung am 09. November 1996
Der Signe Tillisch ist eine historische und geschmacklich herausragende Herbstapfelsorte aus Dänemark. Als großfrüchtiger und optisch markanter Apfel gilt er unter Kennern als echte Delikatesse und erfreut sich besonders in naturnahen Hausgärten und auf Streuobstwiesen großer Beliebtheit.
Herkunft & Geschichte
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Die Sorte entstand um das Jahr 1866 im dänischen Jütland (in der Ortschaft Bjerre). Sie wurde von dem dortigen Hardesvogt (einem Verwaltungsbeamten) Tillisch aus einem Samen gezogen und in seinem Garten entdeckt.
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Der Züchter war von der Qualität der großen Früchte so begeistert, dass er die neue Sorte kurzerhand nach seiner Tochter „Signe“ benannte. Ab etwa 1889 wurde der Apfel weithin bekannt und fand schnell eine weite Verbreitung im gesamten skandinavischen und norddeutschen Raum, wo er bis heute als wertvolle historische Sorte geschätzt wird.
Baum & Wuchs
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Der Baum zeichnet sich in der Jugend durch einen kräftigen, aufrechten Wuchs aus, der später in eine schöne, breite und eher lockere Krone übergeht. Er eignet sich hervorragend als Hochstamm, lässt sich aber auch sehr gut auf schwächeren Unterlagen für den Hausgarten erziehen.
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An den Standort stellt der Signe Tillisch mittlere Ansprüche: Er bevorzugt warme, sonnige Lagen und tiefgründige, gute Böden. In nasskalten, geschlossenen oder zu schweren Lagen reagiert der Baum empfindlich und ist recht anfällig für Apfelschorf und Obstbaumkrebs.
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Die sehr auffälligen, großen und rosafarbenen Blüten öffnen sich mittelfrüh. Der Baum gilt als guter und regelmäßiger Träger, benötigt aber geeignete Pollenspender (wie beispielsweise den James Grieve oder den Klarapfel) in der Nähe.
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die Früchte sind groß bis sehr groß, oft auffällig kantig (gerippt) und leicht unregelmäßig geformt. Die glatte, oft leicht fettige Schale hat eine grüngelbe Grundfarbe, die sich bei Vollreife in ein wunderschönes, warmes Wachsgelb verwandelt. Auf der Sonnenseite ist sie manchmal von einem ganz zarten, lachsfarbenen oder rosa Hauch überzogen.
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Geschmack: Das weiß-gelbliche Fruchtfleisch ist anfangs herrlich knackig und extrem saftig. Geschmacklich ist der Signe Tillisch ein absolutes Highlight: Er bietet ein sehr feines, edles und erfrischend süßsäuerliches Aroma, das bei optimaler Reife durch eine dezente, angenehme Würze abgerundet wird.
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Reife & Lagerung: Als typischer Herbstapfel beginnt die Ernte zumeist ab Mitte bis Ende September. Die Früchte sind praktisch sofort baumfrisch genussreif. Für eine extrem lange Winterlagerung ist die Sorte nicht gedacht – im kühlen, luftfeuchten Naturlager hält sie sich gut bis etwa November oder Dezember, wird danach aber langsam mürbe.
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Verwendung: Der Signe Tillisch ist in erster Linie ein exzellenter Tafelapfel für den direkten Frischeverzehr im Herbst. Er ist zudem ein herausragender Koch- und Backapfel: Da sein Fruchtfleisch bei Hitze schnell zerfällt, liefert er eines der aromatischsten und feinsten Apfelmuse überhaupt.