Französische Goldrenette


| Unterlage: | Bittenfelder Sämling |
| Virusprüfung: | 13 / 071 |
| Lieferant: | Scheerer, Albeck |
Anpflanzung am 28. Oktober 1995 von Alexandra Galneder
Die Französische Goldrenette (regional auch unter Namen wie Edelroter vom Bodensee, Renette von Tettnang oder Reinette Dorée bekannt) ist eine herausragende und sehr alte Apfelsorte. Als klassischer Vertreter der Renetten besticht sie durch ihr dichtes, feines und edel gewürztes Fruchtfleisch und stellt eine echte Bereicherung für jeden gut gepflegten Streuobstbestand dar.
Herkunft & Geschichte
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Die genaue Abstammung und der ursprüngliche Züchter der Sorte sind heute unbekannt. Wie der Name jedoch verrät, stammt sie aus Frankreich, wo sie bereits im Jahr 1768 erstmals urkundlich beschrieben wurde.
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Von Frankreich aus fand sie aufgrund ihrer tollen Fruchtqualität schnell Verbreitung in ganz Europa. Besonders im südwestdeutschen Raum und rund um die Bodenseeregion (daher auch das Synonym Edelroter vom Bodensee) wurde sie früher als wertvolle Standard- und Marktsorte sehr häufig angebaut.
Baum & Wuchs
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Der Baum wächst in der Jugend mittelstark und bildet im Ertragsalter eine schöne, nicht zu große und gut verzweigte Krone aus. Er kommt erfreulich früh in den Ertrag, benötigt aber einen regelmäßigen Erhaltungsschnitt, da die Früchte bei Überbehang oder Vergreisung des Holzes schnell zu klein bleiben.
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An den Standort stellt die Französische Goldrenette etwas höhere Ansprüche: Sie bevorzugt tiefgründige, warme und nährstoffreiche (humose) Böden. Ist der Standort ausreichend warm und geschützt, gedeiht sie auch in mittleren Höhenlagen noch sehr gut.
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Insgesamt gilt der Baum an einem guten Standort als relativ robust gegenüber den typischen Obstbaumkrankheiten. Als exzellenter Pollenspender (Befruchtersorte) in der Umgebung hat sich unter anderem die Goldparmäne bewährt.
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die kleinen bis mittelgroßen Früchte sind in ihrer Form meist flachrund und ebenmäßig. Die glatte bis ganz leicht raue Schale besitzt eine grünliche bis gelbe Grundfarbe. Auf der Sonnenseite ist sie von einer zarten bis sehr kräftigen, rötlichen Deckfarbe überzogen. Charakteristisch ist zudem die feine, zimtartige Berostung, die sich oft um den Kelch oder teilweise über die ganze Frucht zieht.
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Geschmack: Das hellgelbe Fruchtfleisch ist fest, fein und angenehm saftig. Geschmacklich ist die Französische Goldrenette ein echtes Erlebnis: Sie bietet ein sehr ausgewogenes Zucker-Säure-Verhältnis gepaart mit dem typischen, intensiv-würzigen und leicht weinigen „Renetten-Aroma“.
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Reife & Lagerung: Als echter Winterapfel beginnt die Ernte meist erst Anfang bis Mitte Oktober. Die Früchte benötigen dann eine mehrwöchige Nachreife im kühlen Naturlager. Ihre volle Genussreife erreichen sie erst ab Dezember. Unter guten Bedingungen lassen sich die Äpfel bis in den Februar oder März lagern und neigen dabei kaum zum Welken.
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Verwendung: Aufgrund ihres feinen, edlen Geschmacks ist die Französische Goldrenette in allererster Linie ein exzellenter Tafelapfel für den frischen Genuss im Winter. Darüber hinaus eignet sie sich hervorragend zum Backen und zur Herstellung von besonders hochwertigem, edlem Apfelmost.