Jakob Fischer



| Unterlage: | MM 106 |
| Virusprüfung: | 13 / 071 |
| Lieferant: | Scheerer, Albeck |
Der Jakob Fischer ist eine der bekanntesten und imposantesten historischen Apfelsorten aus Süddeutschland und wurde 1998 zur „Streuobstsorte des Jahres“ in Baden-Württemberg gekürt.
Herkunft & Geschichte
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Die Sorte stammt aus dem benachbarten Oberschwaben, wo sie 1903 in Rottum von dem Namensgeber Jakob Fischer zufällig als Sämling am Waldrand entdeckt und anschließend veredelt wurde.
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Da der Jakob Fischer wirtschaftlich heute kaum noch eine Rolle spielt und schlecht lagerfähig ist, wurde er 2012 von Slow Food in die „Arche des Geschmacks“ aufgenommen, um ihn vor dem Vergessen zu bewahren.
Baum & Wuchs
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Der Baum wächst extrem stark und bildet eine sehr große, breit ausladende und mächtige Krone aus, die das Landschaftsbild auf einer Wiese enorm prägt.
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Er gilt als relativ anspruchslos und robust, benötigt aber aufgrund seiner starken Wuchskraft von Beginn an ausreichend Platz.
Frucht & Verwendung
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Aussehen: Die sehr großen, oft etwas unregelmäßig geformten Früchte haben eine hellgelbe Grundfarbe, die auf der Sonnenseite von einer leuchtend hellroten „Backe“ überzogen wird. Oft weist die Schale einen feinen, leicht bläulichen Hauch auf.
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Geschmack: Das Fruchtfleisch ist verhältnismäßig weich, extrem saftig, aromatisch und besticht durch eine weinige, feine Säure in Kombination mit einer angenehmen Süße.
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Reife & Lagerung: Als früher Herbstapfel ist er bereits ab Ende August bis Mitte September pflückreif. Er lässt sich nur sehr kurz lagern (zwei bis maximal vier Wochen), da das Fruchtfleisch danach schnell mehlig wird und aufplatzen kann.
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Verwendung: Er wird sehr geschätzt für den direkten Frischeverzehr vom Baum, als exzellenter Apfel zum Backen oder für Apfelmus sowie zum Pressen eines besonders milden, sortenreinen Süßmosts.