Winterrambur


| Unterlage: | Bittenfelder Sämling |
| Virusprüfung: | 10 / 051 |
| Lieferant: | Kutter, Memmingen |
Anpflanzung am 28. Oktober 1995 von Manu Ott
Der Winterrambur (meist als Rheinischer Winterrambur bekannt) ist eine der ältesten und traditionellsten deutschen Apfelsorten.
Herkunft & Geschichte
-
Die Sorte ist seit schätzungsweise 1650 bekannt und zählt damit zu den echten historischen deutschen Obstsorten.
-
Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war sie vor allem im Rheinland stark verbreitet, ist aber aufgrund ihrer Robustheit auch in anderen Regionen im Streuobstanbau zu finden.
-
Sie trägt zahlreiche historische Synonyme wie Jägerapfel, Schwedischer Rotkanzler oder Schönster vom Neckartal.
Baum & Wuchs
-
Der starkwüchsige Baum bildet eine große, ausladende und breite Krone mit kräftigen Ästen.
-
Die Sorte gilt als äußerst robust, genügsam, pflegeleicht und widerstandsfähig gegenüber Krankheiten.
-
Sie kommt mit raueren Klimabedingungen problemlos zurecht und gedeiht in wind- und wetterexponierten Lagen sowie in Höhenlagen bis zu 1000 Metern.
-
Der Ertrag ist oft sehr hoch, neigt allerdings typischerweise zu einer zweijährigen Rhythmik (Alternanz).
Frucht & Verwendung
-
Aussehen: Die großen bis sehr großen Früchte haben eine auffallend flachrunde Form mit ausgeprägten Rippen. Die Schale wechselt von hellgrün/hellgelb zu einer flammend roten und duftenden Färbung im Lager.
-
Geschmack: Das gelblich-weiße Fruchtfleisch ist saftig und bietet ein würzig-süßes Aroma mit einer angenehmen, ausgewogenen Säure.
-
Reife & Lagerung: Die Ernte erfolgt im Oktober. Als echter Langlagerapfel entfaltet er nach einigen Wochen im kühlen Raum ab Dezember sein volles Aroma und ist oft bis in den April oder Mai hinein haltbar.
-
Verwendung: Er ist ein klassischer, vielseitiger Wirtschafts- und Hausapfel, der sich hervorragend zum Backen, für Kompott, Bratäpfel sowie für die Herstellung von Saft und Most eignet.